Dynamisch in Pirmasens

Einmal hopp, einmal topp

Von Christian Hildebrandt

Pirmasens. Knapp 400 Kilometer mussten die beiden Lakers Spieler Hartmut „Hartl“ Wahrmann und Christian „Hilde“ Hildebrandt erst einmal überwinden, um von Lünen aus den Austragungsort der 4. Rizzi-Open in Pirmasens zu erreichen. Die Anfahrt verlief aufgrund des verlängerten Pfingstwochenendes am Freitagnachmittag etwas stockender als erhofft. Es blieb dennoch genügend Zeit, zwar nicht mehr den Kurs zu begutachten, um beim Italiener in der Stadt zu Abend zu essen sowie genügend Schlaf zu erhalten. Im Frühstücksraum kam es am nächsten Morgen schon zu einem freudigen Wiedersehen mit den ersten bekannten Gesichtern aus der Discgolfszene.

 

Der Autor Christian „Hilde“ Hildebrandt.

Nach der Begrüßung am Samstagmorgen durch den Turnierdirektor Michael Ede H. Mann ging es bei schwüler Hitze auf die erste Runde des Turniers. Hartl, der schon einmal 2014 in der Klasse der Masters die 1. Rizzi-Open gewinnen konnte, setzte sich dieses Jahr in der Klasse der Grandmaster mit sechs Würfen Vorsprung an die Spitze. Hilde fand überhaupt nicht ins Turnier und belegte in der immer stärker werdenden Open-Klasse dadurch den letzten Rang.
In der Mittagspause hatte man die Möglichkeit selbst mitgebrachtes Grillgut auf den vorbereiteten Grill zu legen. Die beiden Lüner entschlossen sich dazu, in der Innenstadt in gewohnter Ruhrpottmanier einen Dönerladen zu besuchen und sich anschließend mit einem Eis zu erfrischen. So sah man neben dem wirklich schön gestalteten Park, welcher als Spielort diente, auch etwas von der Innenstadt.

Gut gestärkt ging es mit großer Motivation in die zweite Runde. Trotz einer um sechs Würfe schlechteren zweiten Runde blieb Hartl mit acht Würfen Vorsprung auf dem ersten Rang. Die Stärkung half auch Hilde nicht, der sich um einen Wurf und um zwei Plätze verbessern konnte.
Am Abend ging es dann mit drei Kollegen aus dem Frankfurter Raum, welche im selben Hotel eingecheckt hatten, gemeinsam in die Sportsbar. Nach dem anstrengenden Tag ließ man den Abend bei Betrachtung des Champions-League-Finales ausklingen.

In der Nacht kam dann das eigentlich schon für mittags angekündigte Gewitter. Der Regen hörte jedoch zu Beginn der dritten Runde am Sonntagmorgen wieder auf. Es war deutlich kühler als am Vortag, aber Hartmut Wahrmann war noch immer heiß darauf, den Sieg nach Hause zu holen. Er spielte erneut ein gutes Ergebnis und hielt den stärker werdenden Martin Fohlert mit acht Würfen vor dem Finale der besten vier Grandmaster auf Distanz. Das Finale der besten 16 Open-Spieler wurde von Christian Hildebrandt klar verfehlt und das Turnier auf dem enttäuschenden vorletzten Platz beendet.

Dieses Mal wurde sich vor dem Finale mit Snacks aus dem Café des Dynamikum Science Center Pirmasens gestärkt. Das Dynamikum war sehr gut besucht und dennoch durften wir das ganze Wochenende dort unsere Playersmeetings, Siegerehrungen undsoweiter warm und trocken durchführen, sowie die Toilettenanlagen nutzen.

Gut erholt trat Hartl nach der Mittagspause das Finale an. Er haderte auf den letzten zwölf zu spielenden Bahnen zwar ein wenig mit seinen Putts, spielte aber erneut die beste Runde und holte sich somit ungefährdet den Sieg in seiner Altersklasse.

Der Turniergewinn bescherte ihm dieses Mal ein schönes Bild von nicht unerheblichem Wert, welcher sicher mit der Zeit noch steigen wird. Als Sponsor des Turniers fungierte nämlich die James Rizzi Pop Art Galerie und stiftete als Preis für die Sieger Werke aus dem Umfeld des Künstlers James Rizzi, der dem sportlichen Event den Namen gegeben hat.

Zurück ging die Fahrt mit dem großen Kunstwerk im Rücken und freier Autobahn dann schnell. Dynamisch in Pirmasens gewesen zu sein, hat sich damit aus vielen Gründen gelohnt.