Discgolf-Anlage in Bielefeld kommt

Warten auf zusätzlichen Parkraum

Bielefeld. Wie Oliver Krüger vom TuS Ost Bielefeld gestern bei Facebook postete, ist der Bau der Discgolf-Anlage am Obersee in Jöllenbeck genehmigt. Die Anlage wird vom Frisbeesport-Landesverband Nordrhein-Westfalen errichtet und betrieben sowie vom TuS Ost Bielefeld vor Ort betreut.

anlage_planung_bielefeldWann die Anlage tatsächlich gebaut werden kann, ist aber fraglich, da die Bezirksvertretung Jöllenbeck am 27. Oktober beschlossen hat, dass zunächst ein weiterer Parkplatz errichtet werden soll. Aus Sicht der Discgolfer, so Werner Szybalski von Frisbee NRW in der Sitzung der Bezirksvertretung, sei zusätzlicher Parkraum nicht notwendig. Die Bezirksvertreter sahen es aber im Gesamtkonzept und wollen keine weiteren Angebote im Naherholungsgebiet am Obersee so lang nicht weiterer Parkraum geschaffen worden ist.

Aus dem Sitzungsprotokoll der Bezirksvertretung:

Herr Kraiczek (CDU) kritisiert, dass die Belastungen der Anwohner der Straße Loheide seit Jahren steigen. Aus einem Naherholungsgebiet sei ein Sport- und Vergnügungspark geworden. Seine Partei lehne daher die Errichtung der Discgolf-Anlage ab.

Beschluss:
1. Die Bezirksvertretung Jöllenbeck stimmt der Errichtung und dem Betrieb einer Discgolf-Anlage am Obersee durch den Frisbeesport-Landesverband Nordrhein-Westfalen zu.
2. Der Schul- und Sportausschuss stellt für die Errichtung der Discgolf-Anlage aus der Sportpauschale des Jahres 2015 Mittel in Höhe von 26.180 € zur Verfügung.
3. Die Stadt Bielefeld wird aufgefordert, mit dem Betreiber eine sogenannte Benutzungsordnung mit folgenden Schwerpunkten aufzustellen:
– Rücksichtnahme auf Fußgänger und Radfahrer, sowie auf dem Gelände befindliche Personen.
– Jeder Spieler/in ist für Sach- und Personenschäden persönlich haftbar.
4. Die Anlage kann erst in Betrieb gehen, wenn die Parkplätze an der Engerschen Straße fertig gestellt sind.
5. Die Anordnung der Bahnen soll so erfolgen, dass eine Gefährdung von Personen auf den Fußwegen ausgeschlossen werden kann.

– bei 5 Gegenstimmen und einer Enthaltung mit Mehrheit beschlossen –

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Oliver Krüger teilte bei Facebook mit: Es wird zwölf Bahnen und vier extra Puttingkörbe geben. Siebe Bahnen sind ganzjährig nutzbar (auf und an der grossen Fläche neben dem Seekrug), fünf Bahnen (am Hang oberhalb des Seekrugs) sind nur von Ende Herbst bis Anfang Frühjahr bespielbar. Aus Naturschutzgründen werden die Körbe für die Dauer der Sperrungen entfernt und anschliessend wieder gesetzt.
Die Abwürfe werden befestigten Untergrund haben. Ein Wiesenschnitt soll so regelmässig erfolgen, dass die Grasshöhe erträglich bleibt. Eine ordentliche Beschilderung mit Infotafeln rundet die Installation ab. Die Anlage ist städtisch / öffentlich und entgeltfrei zu nutzen.

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