Wolpertinger sind Deutsche Masters-Meister

Bayern sichern sich in Duisburg den Titel

Duisburg. Es ist eisig kalt, als acht Ultimate-Masters-Teams aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende beim TKD Duisburg den DFV-Master-Titel im Ultimate ausspielen. Als Favorit geht der dreifache Titelverteidiger „D.O.M.“ („Dirty Old Masters“, Berlin-Hamburgische SpVgg. mit weiteren Gastspielern, die zu großen Teilen das deutsche Master-Nationalteam stellt), in die zweitägige Veranstaltung am Rhein. Am Ende jubelten aber die  Wolpertinger (Bild oben) vom ESV München, die schon 2011 und 2013 den Titel gewannen. Im Finale unterlag der dreifache Titelverteidiger D.O.M. deutlich 5:10.

Nach drei DM-Titeln in Folge musste sich DOM in Duisburg mit Platz zwei zufrieden geben.

In zwei Vorgruppen (Pools) wurden am Samstag die Viertelfinalpartien ausgespielt. Erwartungsgemäß setzten sich die Favoriten Wolpertinger und D.O.M., die Finalisten des Vorjahres, ungeschlagen durch.

Im Pool A belegten Heidees Masters (TV Eppelheim) mit zwei Erfolgen den zweiten Rang. Dritter wurden die 7 Schwaben (TSF Ditzingen), die die Saxy Divers (ATV Leipzig) 10:7 bezwingen konnten.

Pool A                          
7 Schwaben DOM 6 : 8   1. DOM 3 31 : 18 6
Heidees Masters Saxy Divers 12 : 6   2. Heidees Masters 3 33 : 22 4
Saxy Divers 7 Schwaben 7 : 10   3. 7 Schwaben 3 22 : 27 2
DOM Heidees Masters 10 : 9   4. Saxy Divers 3 16 : 35 0
DOM Saxy Divers 13 : 3                
7 Schwaben Heidees Masters 6 : 12                

Im B-Pool kam der Dritte des Vorjahres, die Brandenburger Goldfingers (Ultimate-Club Potsdam), auf Rang zwei. Dies nur Dank des besseren Punkteverhältnisses, denn auch die NRW-Vertreter Caracals (ETG 47 Wuppertal) und die SG Berliner Plauze (Berliner Sportverein 1892 / TSV Berlin-Wedding / SG Empor Brandenburger Tor) gewannen jeweils ein Spiel.

Pool B                          
Caracals Wolpertinger 6 : 13   1. Wolpertinger 3 36 : 22 6
Berliner Plauze Goldfingers 4 : 13   2. Goldfingers 3 31 : 26 2
Goldfingers Caracals 8 : 10   3. Caracals 3 24 : 32 2
Wolpertinger Berliner Plauze 11 : 6   4. Berliner Plauze 3 21 : 32 2
Wolpertinger Goldfingers 12 : 10                
Caracals Berliner Plauze 8 : 11                

Die lila Goldfingers belegten am Ende Platz drei, da sie die Heidees im kleinen Finale knapp 10:9 bezwangen.

Alle Viertelfinalspiele gingen eindeutig aus.

Viertelfinale          
DOM Berliner Plauze 13 : 4
Goldfingers Schwaben 13 : 7
Heidees Masters Caracals 13 : 4
Wolpertinger Saxy Divers 13 : 2

Die favorisierten Teams D.O.M. (Titelverteidiger), Wolpertingers (Vizemeister), Goldfingers (im Vorjahr Dritter und Heidees Masters setzten sich erwarzungsgemäß durch.

Die Berliner Plauze trat in rot an, während die Lokalmatadoren Caracals in schwarz spielten.

Auch in Duisburg kamen alle Mannschaften häufig zum Einsatz, da alle DM-Plätze ausgespielt wurden:

Platzierungsspiele          
Berliner Plauze 7 Schwaben 9 : 10
Caracals Saxy Divers 8 : 13
Platz sieben          
Berliner Plauze Caracals 6 : 11
Platz fünf          
7 Schwaben Saxy Divers 9 : 7

Die weißen Sexy Divers mit den grünen 7 Schwaben.

Im Halbfinale zeigte D.O.M. den Brandenburger Goldfingers beim deutlichen 13:6 ihre Grenzen auf. Deutlich enger verlief die Partzie zwischen den Süddeutschen. Die Bayern (Wolpertinger) setzten sich am Ende knapp mit 11:9 gegen die Baden-Württemberger (Heidees Masters) durch. Das kleine Finale um den dritten Platz verlief gleichfalls denkbar knapp. Am Ende jubelten die Baden-Württemberger, die die Potsdamer 10:9 bezwangen und Dritter wurden.

In der Neuauflage des Vorjahresfinales – erneut spielte (Nord)deutschland gegen München – zeigten beide Teams, dass die stärksten deutschen Masters-Spieler in ihren Reihen standen. Bereits nach zehn Minuten führten die Wolpertinger im hochklassigen Spiel beider Mannschaften und bei zwischenzeitlich kühlem Regen mit 3:0. Trotzdem war die Partie heiß umkämpft. Mit deutlich weniger Fehlern in der Offence verschafften sich die Wolpertinger in der ersten Hälfte ein Polster, dem D.O.M. bis zum Schluss nichts Entscheidendes mehr gegensetzen konnte. Die Wolpertinger sicherten sich den Masters-DM-Titel mit verdienten fünf Punkten Vorsprung (10:5).

„Wir gratulieren Wolpertinger herzlich zum Titelgewinn, D.O.M. zum zweiten und den Heidees Masters zum dritten Platz. Mit acht Teilnehmern war diese Meisterschaft die größte in dieser Division seit mindestens fünf Jahren“, dankte Dominik Hildebrandt, Vizepräsident von Frisbee NRW und Hauptverantwortlicher beim Ausrichter TKD Duisburg, allen Teilnehmern: „Das letzte Mal gelang 2013 den Wolpertingern der Titelgewinn. In Duisburg beendeten sie das DM-Turnier, wie es am Samstagmorgen begonnen – eiskalt.“